Ohne Helfer geht es nicht ... sei dabei

Es wird Juni. Und immer noch fehlen drei, vier kräftige Leute, um die Tische fürs Gemeindefest aus dem Turm zu holen, und vier, sechs geschickte Hände, um die Tische zu dekorieren. Was nun?


Es wird Oktober. Haben wir genügend Leute fürs Kartoffelschälen und fürs Servieren der Suppe?


Es wird Weihnachten. Wer holt die Krippe aus dem Turm? Und wer faltet die Liedhefte?


Bis jetzt hat's immer noch geklappt.
Aber manchmal war es knapp. Und oft sind es dann immer dieselben, die ranmüssen. Dabei beweist doch der Umbau nach dem letzten Lutherabend: So viele wollen helfen. Da ist doch nur noch die Frage: Wie kriegen wir das sinnvoll organisiert?


Der Ortsausschuss hat die Idee, nach und nach eine große Helferliste zu entwickeln, auf denen alle, die einen Stuhl tragen oder einen Teller abwaschen können und wollen, mit Telefonnummer und/oder E-Mail-Adresse und auch mit ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten eingetragen sind: 

„Max Mustermann - darf nicht schwer tragen, hat aber einen Pkw mit Anhänger und weiß, wie ein Gasgrill funktioniert. Aber nie
vor zehn Uhr morgens.“ So oder ähnlich könnte das aussehen. Und dann klingelt Anfang Juni das Telefon: „Hiiilfe! Wir haben zu wenige für den Grill. Wie wäre es: eine Stunde, so ab 12 Uhr?“ Aber Sie dürfen ohne schlechtes Gewissen „Nein“ sagen, wenn es nicht passt.
In den nächsten Monaten werden wir über das Gemeindebüro, über persönliche Anprache und über Flyer in der Kirche solch eine Helferliste zusammenstellen.
Melden Sie sich doch schon einmal mit Ihren Kontaktdaten bei Frau Friedewald im Gemeindebüro:
Tel. 06152
910280 oder EMail stadtkirchengemeinde.gross-gerau@ekhn.de. 

Oder Sie sprechen eine/n der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher bei Gelegenheit einfach an!


Übrigens: Helfen mit anderen zusammen macht richtig Spaß!
Vor allem, wenn es klappt und das Ergebnis so aussieht: 

Der Pavillon steht! Na also, geht doch.

Gemeindeversammlung - Rückblick

Nach einem festlichen Gottesdienst am 2. Advent 2025, den unsere (inzwischen ehemalige) Dekanin Heike Mause hielt, lud die Stadtkirchengemeinde zur Gemeindeversammlung ein, um die Gemeinde über das gegenwärtige Gemeindeleben, aber auch über anstehende Veränderungen zu informieren.

Erstaunlich viele waren es, die nach dem Gottesdienst und dem Kirchenkaffee wieder in den Bankreihen saßen, um zu hören, was der Kirchenvorstand zu berichten hatte.
Der Blick auf unser Gemeindeleben wurde auf eine große Plakatwand, wo sich alle Gruppen und Kreise mit ihren Aktivitäten präsentieren konnten, verschoben. Denn die beiden anderen Tagesordnungspunkte brauchten ihre Zeit.
Zunächst stellte Wiebke Friedrich das große Projekt der Orgelerweiterung vor. Mit großem Engagement stellte sie dar, warum es einerseits für die Gemeinde sinnvoll und vernünftig, andererseits aber auch finanziell realistisch ist, unserer Bosch-Orgel weitere Klänge hinzuzufügen. Hier können Sie sich wieder darüber informieren, was unsere Kantorin da schon alles eingetütet oder auf den Weg gebracht hat.
Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes Holger Tampe berichtete dann davon, wie weit die Umstrukturierung in der Landeskirche bei uns in Groß-Gerau vorangekommen ist.
Als es um die Pfarrstellen im neu gebildeten Nachbarschaftsraum und den Abschied vom traditionellen Gemeindepfarrer ging, mehrten sich doch die sorgenvollen Nachfragen aus der Gemeinde und sowohl Dekanin Mause als auch Pfarrer Bernhard mussten versuchen, die Entwicklungen zu erklären und einzuordnen.

Verabschiedung von Pfarrer Bernhard - Rückblick

Und dann gab es zwei Wochen später den zweiten Abschied: Pfarrer Bernhard hat seinen Abschied ja in bekömmliche Häppchen aufgeteilt: erst vom Vorsitz im KV, dann vom Amt des Stadtkirchenpfarrers und erst in einem Jahr folgt der endgültige Abschied in den Ruhestand. Aber trotzdem bleibt dieser Abschied nach zwanzig Jahren schwer verdaulich.

Feierlich war die Eröffnung des letzten Gottesdienstes von Helmut Bernhard als Pfarrer der Stadtkirchengemeinde:
Bläser und Orgel im Zusammenspiel mit majestätischen Klängen. Wie zu einem ganz großen Ereignis. Und entsprechend hatte die Kantorin nicht nur den Posaunenchor, sondern auch die Kantorei auf der Empore versammelt.
Und auch der sehr gute Besuch dieses Gottesdienst war ja der eines Feiertages.Aber schon in der Begrüßung und dann noch einmal bei den Abkündigungen betonte Pfarrer Bernhard, dass dies nur ein kleiner Abschied sei, dass nicht er im Vordergrund stehe, sondern dass ein normaler Gottesdienst gefeiert werde, in dem die Seele das Wichtigste sei - und über die wolle er dann auch predigen. Die Seele war dann auch im Psalm, in den Lesungen und in den Gebeten und zudem in den Liedern immer wieder Thema: „Du meine Seele, singe“ und „Lobe den Herrn, meine Seele“.
Aber schon bei dem Überraschungsgeschenk des Posaunenchores, einem Musikstück aus den 60er Jahren, das niemand außer Helmut Bernhard wirklich gelungen oder auch nur erträglich findet, und dann erst recht am Ende des Gottesdienstes und auch nach dem Gottesdienst zeigte sich dann doch, dass die Stadtkirchengemeinde an diesem Sonntag eben doch den Abschied zum Thema machen wollte. Das lag ihr gewissermaßen auf der Seele...

Blumen, Geschenke, von weit her angereiste Ex-Kirchenvorsteherinnen, Applaus, Sekt, dichtes Gedränge um den Mann in
Schwarz. Da stand dann doch die Person des Pfarrers im Mittelpunkt. Neben Blumen und Wein gab es die allerletzten Fensterscheiben aus den alten Chorfenstern, die vor fast zwanzig Jahren ausgebaut wurden, als die schönen drei Buntglasfenster in unsere Kirche kamen. Neben dem „Umbau“ der Gemeinde ist eben der Umbau der Stadtkirche, der mit diesen Fenstern begann, ein ganz, ganz großer Posten in der Bilanz von Pfarrer Helmut Bernhard. Und bei dem Essen, zu dem der Kirchenvorstand Pfarrer Bernhard eingeladen hatte, ging es in den meisten Anekdötchen immer wieder um das, was dieser Pfarrer aus der Stadtkirchengemeinde in den letzten zwanzig Jahren gemacht hat.

Gedanken zur Zukunft unserer Kirchenmusik

Hic sunt dracones – Hier sind Drachen.
Das stand auf Landkarten in alter Zeit für unerforschtes Land.
Wir in der Stadtkirchengemeinde stehen ja jetzt auch vor unbekanntem Terrain:


Unsere Gemeinde schließt sich mit etlichen anderen zur „Gesamtgemeinde Groß–Gerauer Land“ zusammen.
Unser lieber und vertrauter Pfarrer Bernhard verlässt unsere Gemeinde, wir bleiben in der Obhut von Pfarrerin Josephine Haas, die wir aber mit den anderen Gemeinden „teilen“ müssen.
Last but not least scheidet Dekanin Mause, uns gut bekannt aus vielen Gottesdiensten, aus ihrem Amt aus.
Mich persönlich beschäftigt bei all dem ganz besonders die Frage:

Was wird mit der Kirchenmusik?

Unsere Kantorin Wiebke Friedrich, mittlerweile Propsteikantorin, hat in ihrer langen Dienstzeit bei uns an der Stadtkirche die Kirchenmusik zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Kantorei, Posaunenchor, Jugendchor, Dekanatskammerorchester und Kinderchor – für jeden Anlass hat Wiebke Friedrich das passende Ensemble und die passende Musik parat.
Nicht zu vergessen die Orgel, um deren Pflege und Erweiterung sie sich begeistert kümmert und die von ihr selbst sowie von mehreren weiteren vorzüglichen Organistinnen und Organisten fast in jedem Gottesdienst meisterlich gespielt wird.
Ich selbst bin in zwei Gruppen – der Kantorei und dem Kammerorchester – aktiv. Ich liebe die Proben – sind sie auch manchmal anstrengend.
Die Musik ist ein wichtiger Teil meines Lebens, die Gruppen ein bisschen „Familie“.
Natürlich wollen wir auch immer gerne präsentieren, was wir können.
Das ist immer aufregend und macht riesig Spaß, und bisher haben Wiebke Friedrich und wir mit unserer Musik immer viel Wertschätzung erfahren. Die Musik war ein fester Bestandteil des Gemeindelebens und es gab für uns unzählige Gelegenheiten zum Auftreten, sei es in Gottesdiensten oder Konzerten.
Wie wird es aber jetzt damit weitergehen?
Ich hoffe und wünsche mir sehr, dass es so schön bleibt, wie es bisher war. Schließlich ist Kirchenmusik doch auch eine Art von Gebet und Andacht und – zumindest für mich – oft eine „ Abkürzung“ für die Seele hin zu Gott.
Bleiben Sie behütet!

Der Autor ist der Redaktion bekannt.

Neue Töne für die Orgel - Engelsklang - Zwischenbericht

Ich freue mich sehr über einen gelungenen Auftakt unserer Orgelerweiterung.
Inzwischen haben wir die zugesagten Gelder vom Dekanat und der Landeskirche auf unser Konto überwiesen bekommen. Und dank zahlreicher Gemeindemitglieder und weiteren lieben Menschen haben wir auch schon einen beträchtlichen Betrag sammeln können für den Eigenanteil, den wir leisten müssen. Großen Anklang hat die Möglichkeit gefunden, eine Pfeifenpatenschaft zu übernehmen, so dass schon die Hälfte aller Pfeifen einen Paten oder eine Patin gefunden haben. Sollten Sie Interesse haben, schauen Sie einfach mal in der Kirche vorbei, dort hängt ein großes Plakat mit allen Informationen oder schauen Sie hier auf unserer Homepage. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle allen Patinnen und Paten, Spenderinnen und Spendern.
Aber auch der Verkauf von Orgelkeksen, -tassen, -taschen und weiteren Artikeln war ein großer Erfolg.
Hier gebührt ein außerordentlicher Dank unserer Kreativgruppe, die mit großem Engagement gebacken, verpackt und verziert hat.
Auch hier gibt es weiterhin die Möglichkeit, leckere und schöne Dinge zu erwerben, nach Gottesdiensten, Konzerten oder auf Anfrage. Und seien Sie gespannt:
für das Osterfest gibt es neue Ideen für Dinge, die es zu erwerben lohnt - die Orgeltorte in 3D
Seit Jahresbeginn bietet sich die Möglichkeit, kostenlos Klingeltöne für Ihr Smartphone runterzuladen, eingespielt von mir an unserer Orgel. Hören Sie doch mal rein und laden Sie sich Ihr Lieblingsstück runter. Von Mozart über Bach bis zu Beethoven ist bestimmt etwas für Sie dabei. Auch hier bedanke ich mich für die große Unterstützung bei Andreas Schneidewind, was das Aufnehmen, Verarbeiten und Layouten betrifft und bei Michael Schleidt für die Idee.


Nun gilt es weitere Ideen, die es gibt, in die Tat umzusetzen: Fest steht bereits ein Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Hessen am 25. Oktober. Halten Sie sich diesen Termin unbedingt frei. Der Organist Christian Hopp hat sich schon für ein Konzert mit Schwerpunkt „Musik der französischen Romantik“ angeboten, wir hoffen auf ein Konzert „Orgelmusik und Akrobatik“, und natürlich werde ich selber Konzerte auch zusammen mit meinen Gruppen spielen.
Bisher haben wir nur einen ungefähren Zeitplan der Orgelbau-Firma bekommen, was die Arbeiten an der Orgel betrifft. Diesen gilt es jetzt genauer festzulegen, damit wir in konkrete Konzertplanungen eintreten können.


Kommen Sie zu den Benefiz-Konzerten! Beachten Sie den Stand in der Kirche! Kaufen Sie sich eine Tasse oder Tasche! Werden Sie Orgelpfeifenpate/in! Natürlich gibt es aber auch weiterhin die Möglichkeit, „ganz normal“ zu spenden.


Wichtig dabei ist die richtige Angabe beim Verwendungszweck:
Volksbank Darmstadt Mainz
IBAN: DE14 5519 0000
0443 0840 25
BIC: MVBMDE55
Verwendungszweck:
„Pfeifenpatenschaft für die Stadtkirche“


Ich freue mich wirklich sehr über die große Unterstützung, die ich bis jetzt erfahren habe, und bedanke mich von Herzen bei allen, die in irgendeiner Art und Weise dazu beigetragen haben!


DANKE!


Wiebke Friedrich

Pfeifenpatenschaften - Stand 26.02.2026 WF